Kultursensible und patientenorientierte Pflege

Der Anteil der Patienten mit Migrationshintergrund hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Die Pflege dieser Menschen kann für das Pflegepersonal eine große Herausforderung darstellen, da oftmals ein Unverständnis für die fremde Kultur vorliegt - und zwar beiderseits. Am Anfang steht oftmals Unsicherheit auf beiden Seiten. Die zu Pflegenden kennen sich in der deutschen "Pflegewelt" nicht aus und haben keine oder nur wenig Kenntnisse über Abläufe und Leistungen. Die Sprache stellt häufig auch eine Barriere dar. Dabei sind die Beratung und die Gespräche mit dem Patientien eine wichtige Voraussetzung für den Pflegeablauf.

 

Wie wird kultursensibel gepflegt?

Eine Anleitung kann nicht gegeben werden, hier ist die Eigenverantwortung, die soziale Kompetenz und die Toleranz des Pflegenden gefragt. Es ist sehr wichtig, zwischen Kultur, Religion und Nationalität zu unterscheiden. Nicht jeder in der Türkei Geborene ist automatisch ein Moslem. Nicht jeder Moslem lebt auch automatisch streng nach dem Koran. Oftmals verschwinden die Grenzen, gerade zwischen Religion und Kultur. Viele der als religiös angesehenen Unterschiede stellen sich jedoch bei näherer Betrachtung als Traditionen, bzw. Gewohnheiten kultureller Natur heraus.

Ein Pflegebedürftiger aus einem fremden Kulturkreis ist in der selben Art und Weise zu pflegen wie einer aus dem bekannten (eigenen). Seine Wünsche/Bedürfnisse werden in der Pflegeanamnese erfragt und gesammelt und auf Basis dieser Informationssammlung wird eine individuelle Pflegeplanung erstellt, die den Patienten, die Mitarbeiter der Pflege, die Therapeuten und die Ärzte zufriedenstellt. In der Pflege gilt der Pflegeprozess für alle Menschen! 

Folgendes setzen wir für Sie bei mhp um:

  • Der Einsatz von Personal in Ihrer eignen Landessprache und Religion.
  • Die Bedeutung von Religion im Alltag.
  • Rituelles Gebet inkl. rituelle Waschung (Wudhu).
  • Sauberkeit und Reinheit.
  • Essgewohnheiten, religiöse Speisevorschriften.
  • Spezielle Anfahrten im Fastenmonat (Ramadan).
  • Auseinandersetzung mit dem Tod und Sterben.
  • Moscheebesuch trotz Immobilität (z.B. Freitagsgebet).

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